Bunnahabhain 12 Jahre Cask Strength 2022 Islay Single Malt Scotch Whisky
Allgemein
Die Standard-Version hat uns begeistert – also musste die Fassstärke her: Bunnahabhain 12 Jahre Cask Strength, Edition 2022.
Als Sonderedition erhältlich
Seit 2021 erscheint die Cask-Strength-Variante als jährliche Sonderedition (Batchs unterscheiden sich spürbar). Unser 2022er liegt alkoholisch etwas unter 2023 – interessant für den Vergleich.
Voller Sherry voraus! Oder doch nicht?
Reifung in 1st & 2nd Fill Oloroso, dazu ein kleiner Anteil aus Bourbonfässern. Das kann den Sherry-Overload bändigen und zusätzliche Balance bringen.
Was steckt in dieser Flasche?
Für ca. 90 € gibt es satte 56,6 % Vol. (2023 brachte ca. 60,1 %). Wie bei Bunnahabhain üblich: no added colour & non-chill filtered. Wasser bleibt optional – zurücknehmen geht nicht, dosieren schon.
Fakten zum Bunnahabhain 12 Jahre Cask Strength (2022)
Herkunft: Islay, Schottland
Typ: Single Malt
Alkoholgehalt: 56,6 % Vol.
Reifung: 1st & 2nd Fill Oloroso; kleiner Bourbon-Anteil
Dalwhinnie 15 Jahre Highland Single Malt Scotch Whisky
Allgemein
Ein absoluter Klassiker! Da haben wir ja schon fast ein schlechtes Gewissen, dass dieser Whisky erst so spät bei uns dran gekommen ist. Der Dalwhinnie 15 Jahre gehört zu den altbewährten Abfüllungen aus dem Hause Diageo.
Ein Standard mit einem beachtlichen Alter
Diese Abfüllung gibt es schon sehr lange im Angebot der Brennerei. Es ist schön, dass Dalwhinnie eine Abfüllung mit 15 Jahren Alter anbietet – zu einem Preis eines Standard-Whiskys (in der Regel 12 Jahre). Ansonsten ist das Sortiment ziemlich dünn: Neben dem 15-Jährigen gibt es noch den Winters Gold und eine jährlich erscheinende Destillers Edition.
Was steckt in dieser Flasche?
Auch bei der Trinkstärke hebt sich der Whisky vom typischen Standard ab: abgefüllt mit leicht erhöhten 43 % Vol.. Das Etikett weist zudem auf zugesetzten Farbstoff hin; nach der Destillation erfolgt eine Kühlfiltration.
Tamnavulin Double Cask Speyside Single Malt Scotch Whisky
Allgemein
Manchmal ist es auch interessant, „Einsteiger“ zu probieren. Was meinen wir damit? Naja, wenn man in die Whiskywelt der Single Malts eintauchen möchte, fängt man sehr wahrscheinlich nicht mit einem 100-€-Whisky an, sondern tastet sich langsam ran. Der Tamnavulin Double Cask gehört in diese Kategorie.
Das 50-jährige Jubiläum
Die Brennerei Tamnavulin wurde „erst“ im Jahr 1966 erbaut und nach ca. drei Jahrzehnten wieder geschlossen, um eine umfangreiche Renovierung vorzunehmen. 2007 fand die Wiedereröffnung statt. Der Tamnavulin Double Cask wurde zum 50. Jubiläum herausgebracht und ist seitdem Bestandteil des Kernsortiments der Brennerei.
Sherry Finish
Auch Whiskys in diesem Bereich bieten Abwechslung und Vielfalt. Unser heutiger Whisky bekam beispielsweise ein Finish in Sherryfässern, nachdem dieser in amerikanischen Weißeichenfässern reifen durfte. Mit einem Finish meint man die abschließende Lagerung in bestimmten Fässern, um dem Whisky weitere Aromen zu verleihen. Ex-Sherry-Fässer (aufgespriteter Wein aus Spanien) kommen für solche Finishs am häufigsten vor.
Was steckt im Tamnavulin Double Cask?
Bei solchen „Einsteigerwhiskys“ erwartet man nicht viel, wenn man auf’s „Papier“ schaut. So sollte man nicht überrascht sein, dass diese Abfüllung mit dem Mindestalkoholgehalt für Whisky abgefüllt wurde (40 % Vol.).
Außerdem wurde hier mit Farbstoff gearbeitet, was ebenso in diesem Bereich üblich ist. Bei diesen Angaben dürfte man sich erst recht nicht wundern, dass der Whisky kühlgefiltert wurde. Damit trübt der Whisky nicht ein, wenn man ihn kalt stellt (z. B. mit Eiswürfeln).
Auch wenn dieser Whisky nicht „authentisch“ abgefüllt wurde, kommt es doch immer auf den Geschmack an. Außerdem ist es auch mal nicht schlecht, solche Whiskys zu probieren, um daran erinnert zu werden, was man mit einem „guten“ Whisky wirklich hat.
Interessant ist jedoch, dass wir auf dem Fläschchen eine Batchangabe finden. Unsere Batchnummer lautet 0308.
Fakten zum Tamnavulin Double Cask
Herkunft: Speyside, Schottland
Typ: Single Malt
Alkoholgehalt: 40 % Vol.
Reifung: American Oak, Sherry-Finish
Farbe: mit Farbstoff
Kühlfiltration: ja
Batch: 0308
Diesen Whisky
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Optik
Optisch ist die kleine Flasche doch ziemlich ansprechend, müssen wir sagen. Zum Whisky an sich können wir nichts sagen, denn die durchaus dunkle Farbe scheint nicht die tatsächliche Farbe des Whiskys zu sein.
Nosing
Ein süßes Aroma kommt der Nase entgegen, das uns an Toffee erinnert. Er kommt aber auch sofort ein bisschen alkoholisch rüber; damit meinen wir keine würzigen Ecken und Kanten, sondern eher stechenden Sprit. Das dürfte am jungen Alter oder an nicht mehr so guten Fässern liegen.
Der Sherry kommt tatsächlich ein wenig durch. Auch ist Karamell im Anflug, während sich jedoch eine frische, „scharfe“ Zitrone in den Vordergrund drängt. Das Aroma ist ziemlich herb.
Mit der Zeit gewinnt der Whisky an Fülle und die Süße wird ein bisschen runder; außerdem kommen blumige Nuancen zum Vorschein, wie auch fruchtige Noten von Äpfeln. Allerdings bleibt er leider immer noch ein wenig scharf.
Geschmack
Mild im Geschmack mit ziemlich wenig Ausdruck. Wir schmecken einen Anklang von Gewürzen und Nüssen, welche vom Sherryfass stammen dürften. Auch hier stichelt der Alkohol ein wenig.
Das Aroma bekommt einen holzigen Touch und wirft tropische Früchte ab, vor allem Ananas. Mit einem niedrigen Füllstand in der Flasche wird der Whisky für unseren Geschmack besser. Der Tamnavulin Double Cask gehört damit für uns zu den Whiskys, die mit viel Sauerstoff in der Flasche nicht schlechter, sondern sogar besser werden! Insgesamt bleibt das Aroma ziemlich schwach.
Nachklang
Hier passiert wenig, was manchen Genießern jedoch entgegenkommen könnte. Wir schmecken ein wenig Bitterschokolade nach mit einem holzigen Anklang. Begleitet werden wir wieder von der frischen, scharfen Zitrone, die uns sogar an Kölnisch Wasser erinnert.
Im Gesamten ist der Abgang kurz und ausdruckslos.
Kommentar
Ein interessanter Einsteigerwhisky, der dem Genießer jedoch zu viel seiner Jugend spüren lässt und damit alkoholisch wirkt. Trotz wahrnehmbarer Aromen fehlt eine gute Portion Volumen und Intensität. Vielleicht eignet er sich für Mischgetränke oder in einer großen Runde, wo auch gerne mal der Tumbler zum Einsatz kommt. Damit passt der Whisky aber nicht in unser persönliches Schema.
Da läuft man im Nachbarland im Supermarkt herum, und sieht ein Regal mit diversen Whiskys. Einer davon mit einem Aufkleber mit der Beschriftung -50%. Ein japanischer Whisky für 17€? Auch, wenn die Flasche nur 500ml fasst, her damit! So landete der Akashi Sherry Cask Finish im Einkaufswagen.
White Oak Brennerei
Hergestellt wird dieser Whisky von der White Oak Brennerei in Japan. Was macht diese Destillerie so besonders? Schon im Jahr 1919 bekam sie eine Brennlizenz und ist damit wohl die erste, die in Japan Spirituosen herstellen durfte.
Um speziell Whisky zu brennen, wurde im Jahr 1984 in der japanischen Stadt Kobe eine Destillerie erbaut.
Taugt der überhaupt was?
Wenn man den Whisky aus dem Pappkarton, der jetzt auch nicht einen edlen Eindruck hinterlässt, nimmt, erkennt man sofort den „billigen“ Schraubverschluss. Es handelt sich hier nicht um einen hochwertigeren Verschluss, wie z. B. beim Jack Daniel’s Old No. 7 oder Suntory Toki, sondern einen metallischen, wie man es von den Discounter-Blends kennt.
Fakten zum Akashi Blended Sherry Cask Finish
Herkunft: Japan
Sorte: Blended Whisky
Alter: NAS
Fasstyp: Bourbon + Oloroso Sherry Finish
Volumenprozente: 40 %
Inhalt: 0,5 Liter
Den Eckdaten nach könnte dieser Whisky die Tür in die Welt der Japaner öffnen. Der Akashi Sherry Cask Finish wird mit 40 Volumenprozenten abgefüllt und wird i. d. R. für unter 30€ angeboten (Herbst 2024). Man sollte aber beachten, dass die Flasche 500ml fasst, statt wie gewöhnlich 700ml.
Hierbei handelt es sich um einen blended Whisky, der aus Malt- und Grain-Whiskys besteht und ein mehrmonatiges Finish in Oloroso-Sherryfässern bekam. Er reifte zuvor in Bourbon Barrels.
Wenn man Whiskys von Nikka probiert, dann sollte man doch vielleicht auch mal den Taketsuru probieren. Warum? Diese Abfüllung wurde nach dem Gründer der Nikka Whisky Distilling Company, Masataka Taketsuru, benannt. Damit präsentieren wir heute für euch: Den Nikka Taketsuru Pure Malt!
Der Gründer von Nikka
Masataka Taketsuru (1894–1979) war ein Pionier der japanischen Whiskyherstellung und der Gründer der Nikka Whisky Distilling Company. Er studierte in Schottland, wo er die Kunst der Whiskyproduktion erlernte und seine Leidenschaft für die Destillation entwickelte.
1934 gründete er die Nikka-Destillerie in Yoichi, inspiriert von den traditionellen schottischen Methoden. Taketsuru kombinierte sein Wissen aus Schottland mit japanischer Handwerkskunst und legte so den Grundstein für die Entwicklung der japanischen Whisky-Kultur.
Die Yoichi Brennerei
Die in Hokkaido beheimatete Brennerei ist eine von zwei Brennereien, die im Besitz von Nikka stehen. Sie gehört zu den ältesten und renommiertesten Whisky-Destillerien Japans. Sie ist bekannt für ihre traditionelle schottische Produktionsmethode. Die Destillerie nutzt das Wasser des Nikkawa-Flusses und produziert einen charakteristischen Single Malt Whisky mit rauchigen Aromen.
Fakten zum Nikka Taketsuru Pure Malt
Herkunft: Japan
Sorte: Blended Malt
Alter: NAS
Fasstyp: American Oak & Sherry Casks
Volumenprozente: 43 %
Inhalt: 0,7 Liter
Der Whisky kommt mit 43 Volumenprozenten in die 0,7 Liter Flaschen und reift in einer Kombination aus amerikanischen Eichenfässern und Sherryfässern. Die Abfüllung des Taketsuru ist nicht kühlgefiltert, was die natürlichen Aromen bewahren soll, und außerdem wird kein Farbstoff hinzugefügt, sodass die authentische Farbe des Whiskys erhalten bleibt.