Macallan 12 Jahre Elegancia

Inzwischen eine echte Rarität - The Macallan 12 Jahre Elegancia
Inzwischen eine echte Rarität – The Macallan 12 Jahre Elegancia

Allgemein

Wir haben heute das Privileg, einen Macallan zu verkosten, den es schon lange nicht mehr zu kaufen gibt – den Macallan 12 Jahre Elegancia.

Inzwischen eine echte Seltenheit

Der Macallan 12 Jahre Elegancia war von 2002 bis 2009 im Travel Retail erhältlich und kam in einer 1 Liter Flasche. Heute ist dieser Whisky so gut wie gar nicht mehr zu finden. Das bedeutet natürlich nicht, dass der Whisky dadurch automatisch gut schmeckt.

Was steckt da drin?

Der Whisky reifte in Oloroso und Fino Sherryfässern. Wie bei Macallan üblich, wurde kein Farbstoff eingesetzt, Macallan färbt grundsätzlich nicht.

Abgefüllt wurde der Macallan 12 Jahre Elegancia mit 40 Volumenprozenten und wurde einer Kühlfiltrierung unterzogen.

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Glenfiddich Project XX

Das Experiment Nr. 2: Glenfiddich Project XX
Das Experiment Nr. 2: Glenfiddich Project XX

Allgemein

Die zweite Abfüllung aus der Experimental Series lautet: Glenfiddich Project XX.

Das Projekt XX

Die Geschichte hinter diesem Namen lautet:

Der Malt Master von Glenfiddich, Brian Kinsman, lud insgesamt 20 Markenbotschafter aus 16 Ländern ein. Zusammen mit den Whiskyexperten liefen sie dann durch das Warehouse von Glenfiddich und jeder suchte sich ein Fass aus. Diese Fässer wurden anschließend miteinander vermählt, womit diese Abfüllung entstand. Das XX im Namen dieses Whiskys ist eine römische Zahl und steht für 20. Jetzt sollte es “Aha” machen.

Experimental Serie No. 2

Es gibt insgesamt vier Abfüllungen aus der Expertimental Series. Wir haben hier durcheinander getrunken, denn angefangen haben wir zwar mit No. 1 (Glenfiddich IPA), sind dann aber gleich zu No. 4 (Glenfiddich Fire & Cane) übergegangen. Heute probieren wir No. 2 (Glenfiddich Project XX) und No. 3 steht auch schon in den Startlöchern (Glenfiddich 21 Jahre Winter Storm).

Was steckt da drin?

Abseits der Story, ist dem Genießer natürlich wichtig, was wir denn nun mit dieser Flasche bekommen. Eins sei schon mal gesagt: Auch die Optik ist wunderschön. Die große, schwarze Tube macht echt etwas her, wie auch die Flasche.

Enthalten sind Bourbon-, Sherry- und Portfässer, wie auch Virgin Oak. Bei Letzterem waren wir uns nicht sicher, da wir hierzu keine offiziellen Angaben gefunden hatten. Inzwischen wissen wir es aber, sogar von der Markenbotschafterin persönlich. Ganz Glenfiddich untypisch kommt dieser Whisky mit stolzen 47 Volumenprozenten. Deshalb hat die Brennerei auch auf die Kühlfilterung verzichtet.

Die Gestaltung dieser Abfüllung macht einen hochwertigen Eindruck
Die Gestaltung dieser Abfüllung macht einen hochwertigen Eindruck

Optik

Eins muss man schon sagen, die Aufmachung ist toll. Die Flasche kommt in einer großen schwarzen Tube mit einem großen, dunkelgoldenen Fingerabdruck in der Mitte. Dieser soll dafür stehen, dass jeder der Markenbotschafter diesem Whisky seinen eigenen Stempel aufgesetzt hat.

Den Fingerabdruck findet man auch auf der Flasche, die im schönen Anthrazit kommt. Sie wirkt sehr edel und hochwertig. Der große Korken auf dem Kopf tut ihr Übriges.

Der Whisky ansich zeigt sich dann ockergelb im Glas, allerdings ist auf der Flasche der Hinweis zu finden, dass Farbstoff dabei ist.

Der Fingerabdruck des Project XX
Der Fingerabdruck des Project XX

Nosing

Zunächst erscheint uns der Whisky zurückhaltend. Nichtsdestotrotz kommt ein wenig alkoholische Stärke durch (was bei 47 Volumenprozenten nicht unüblich sein sollte), die aber auf uns nicht sprittig wirkt. Dennoch können wir, zumindest vorerst, von einem milden Aroma sprechen.

Früchte schlagen sich durch, dahinter kommt Milchschokolade. Es sind viele Zitrusfrüchte, süß und sauer, das macht den Whisky sommerlich frisch.

Wir erkennen außerdem einen floralen Touch. Rote Johannisbeerkonfitüre (was für ein langes Wort) mit einer leichten Säuerlichkeit kommt durch, dazu eingekochte Pflaumen.

Noten von Zucker sind vorhanden, aber der Whisky ist nicht klebrig süß. Das hat man manchmal bei Whiskies mit Dessertwein Reifung.

Die Nase vom Glenfiddich Project XX ist schön. Wir hatten anfangs zwar den Eindruck, dass er nicht sonderlich komplex ist, aber dieser Whisky kann schon ewas bieten. Die Aromen wechseln sich schön ab, daraus ergibt sich ein schönes Wechselspiel. So muss der Whisky auch nicht sehr komplex sein, um nicht langweilig zu werden.

Nach unserem ersten Dram kam eine Karamellnote hinzu. Und wenn wir direkt an der Flasche schnuppern (nicht am Korken): Bourbon Vanille Eis und Rum.

Nach dem ersten Dram kam eine leichte Karamellnote dazu

Wenn man direkt an der Flasche schnuppert: Bourbon Vanille Eis und Rum.

Geschmack

Aufgrund den 47 Volumenprozenten und der alkholischen Stärke im Nosing, haben wir einen kräftigen Antritt erwartet. Doch der Whisky kommt überraschend weich mit einer schönen Süße.

Später pfeffert er dann aber ein wenig die Zunge. Eine leicht herbe Note kommt dazu, die wir jedoch noch angenehm finden. Als wir diesen Whisky ca. zwei Wochen später noch einmal probierten, war die Bitterkeit stärker, fast schon störend vorhanden. Das legen wir jetzt aber mal nicht auf die Goldwaage.

Die süßen Zitrusfrüchte sind auch hier wieder vorhanden, wie auch rote Beeren. Die Säuerlichkeit ist ein wenig zurückgegangen. Jetzt wird die Eichenwürze stärker.

Abgang

Der Glenfiddich Project XX verabschiedet sich mit ein wenig Holz und Würze, aber auch mit frischer Zitrus.

Die herbe Note kommt auch hier zum Vorschein, aber nicht unangenehm. Diese geht dann zu Zartbitterschokolade über.

Mit dem ordentlichen Alkoholgehalt sorgt der Whisky für ein wärmendes Gefühl im Nachklang. Er ist angenehm ohne starken Nachtritt, füllt aber nochmal den Mundraum aus.

Prost auf das gelungene Experiment!
Prost auf das gelungene Experiment!

Kommentar

Ein gelungenes Projekt, denn aus diesem ist ein harmonischer Whisky entstanden. Keines der Aromen schiebt sich in den Vordergrund. Dieser Glenfiddich ist nicht überladen und der hohe Alkoholanteil ist gut eingebunden.

Insgesamt wirkt der Whisky eher zurückhaltend. Er sollte lieber im Schrank stehen, wenn man einen Whisky mit Ecken und Kanten genießen möchte. Der Alkohol war zwar in der Nase spürbar, wirkte aber nicht störend.

Die tollen, frischen Noten passen natürlich gut an einem gemütlichen Sommerabend, aber auch im Winter kann man schöne Genussmomente haben. Dieser Whisky zeigt mal nicht die typische Glenfiddich Birne

Die Aufmachung erweckt den Eindruck eines hochwertigen Whiskys – wir wurden nicht enttäuscht. Mit 50€ unserer Meinung nach fair bepreist. Wir haben die Flasche sogar für unter 40€ ergattert, da kann man nun wirklich nichts mehr sagen.

Ein Glenfiddich mit 47 Volumenprozenten, das sieht man auch nicht jeden Tag.

Eigenschaft Wert
Herkunft Schottland Speyside
Sorte Single Malt
Alter NAS
Volumenprozente
47
Abfüller Original
Whiskybase ID 177201
ohne Farbstoff
ohne Kühlfiltrierung
Frucht
Süße
Floral
Würze
Sherry / Wein
Rauch
Intensität
Komplexität
Fazit

Whisky kaufen

Die Glenfiddich Experimental Series




GlenDronach 15 Jahre Revival

Glendronach 15 Jahre Revival Highland Single Malt Scotch Whisky
Glendronach 15 Jahre Revival Highland Single Malt Scotch Whisky

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Der allseits beliebte Glendronach 15 Jahre Revival darf in keinem Whisky Blog fehlen!

Ein Klassiker unter Kennern

Kenner und Liebhaber von Sherryfass gereiften Whiskies zählen diese Abfüllung zu den Klassikern. Die allgemeine Meinung zum Glendronach 15 Jahre ist sehr gut, da der Qualitätsstandard hoch gehalten wird. Allerdings gibt es hier inzwischen kritische Stimmen.

Revival

Warum trägt dieser Whisky eigentlich den Beinamen “Revival”?

Der Glendronach 15 Jahre kam in den 90er Jahren auf den Markt, damals noch im rotbraunen Karton und weißem Etikett. Auch diese Edition war eine Vollsherryreifung und wurde mit 40 Volumenprozenten abgefüllt.

Irgendwann gab es ein Designwechsel bei Glendronach. Der 15 Jährige kommt inzwischen in einer grünen Dose mit grünem Etikett und der Alkoholgehalt wurde um 6% angehoben. Revival bedeutet übersetzt Wiederbelebung.

Der Schock um den Revival

Im Jahr 2015 kam dann der große Schock: Der Glendronach 15 Jahre wird nicht mehr produziert, da nicht genug Fässer vorhanden sind. Die Brennerei war schließlich auch von 1996 – 2002 geschlossen.

Bin zum Jahr 2018. Denn in diesem Jahr wurde dieser Whisky neu aufgelegt. Es hat sich auch etwas an der Zusammensetzung geändert. Denn auf der neuen Auflage findet man die Information, dass sowohl Oloroso als auch Pedro Ximenez Fässer zum Einsatz kamen, während die alte Version gänzlich aus Oloroso Fässern stammte.

Kühlfilterung?

Inzwischen fehlt auf der Dose die Angabe: “non chill filtered“.

Es wurden sogar Stimmen laut, dass der Alkoholgehalt auf 40% reduziert werden soll. Glendronach bestätigte jedoch, dass dem nicht so ist, auch wird weiterhin kein Farbstoff eingesetzt. Ob die neueren Whiskies kühlgefiltert werden sollen, weiß man nicht. Glendronach sagt dazu nur, dass sie sich flexibel halten möchten.

Mit ca. 70€ ist die Flasche ziemlich hoch bepreist. Möglich wäre, dass der Bestand relativ knapp ist. Falls die Kühlfilterung weggelassen werden sollte, könnte man schon von einer Absenkung des Qualitätsstandards sprechen. Ein Grund dafür könnte sein, dass man sich dem Massenmarkt nähern möchte. Naja, solange der Whisky weiterhin geschmacklich auf der Spitze steht, gibt es keinen Grund zur Sorge!

Glendronach 15 - inzwischen kühlgefiltert?
Glendronach 15 – inzwischen kühlgefiltert?

Billy Walker vs Rachel Barrie

Im Jahr 2008 wurde die Brennerei von BenRiach Distillery Co. Ltd. aufgekauft, zu der die Brennereien BenRiach und GlenGlassaugh gehörten. GlenDronach stand damit unter der Leitung von Billy Walker, der als Master Blender tätig war. Im Jahr 2016 verkaufte Walker überraschend seine drei Brennereien an das US-amerikanische Unternehmen Brown-Forman. Ein Jahr später konnte Brown-Forman Rachel Barrie als Master Blender für GlenDronach gewinnen. Barrie war zuvor bei Beam Suntory als Master Blender für Bowmore tätig.

Unter den alteingesessenen GlenDronach Fans gibt es immer mal wieder die Meinung, dass Walkers Abfüllungen wesentlich schmackhafter waren. Wir probieren völlig vorurteilsfrei den “Neuen”!

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Lagavulin 16 Jahre

Lagavulin 16 Jahre Islay Single Malt Scotch Whisky
Lagavulin 16 Jahre Islay Single Malt Scotch Whisky

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Heute steht DER Whisky aus Islay auf unserem Fass! Der Lagavulin 16 Jahre gehört zu den absoluten Klassikern.

Ein legendärer Whisky

Kenner sind sich einig – diesen Whisky sollte man einfach probiert haben. Nicht umsonst ist der Lagavulin 16 Jahre der meistverkaufte Scotch aus der Insel Islay. Lange Zeit war diese Abfüllung die Einzige aus der Core Range der Brennerei.

Das steckt im Lagavulin 16

Der Whisky reifte in Bourbonfässern aus amerikanischer Weißeiche und bekam ein Finish in Sherryfässern. Mit 43 Volumenprozenten kommt er in die Flasche. Der Whisky ist zwar kühlgefiltert und enthält auch Farbstoff, aber das sollte niemanden entmutigen, diesen Tropfen einmal zu probieren!

Und wie sieht es mit Rauch aus?

Es dürfte niemanden wundern, dass es sich um einen rauchigen Whisky handelt. Die Gerste weist einen Phenolgehalt von 35ppm auf und dürfte eine ordentliche Portion Rauch ins Glas werfen. Dieser Anteil geht zwar während der weiteren Verarbeitung noch ein Stück zurück, aber der Rauchanteil dürfte deutlich sein.

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Lagavulin 8 Jahre

Lagavulin 8 Jahre Islay Single Malt Scotch Whisky
Lagavulin 8 Jahre Islay Single Malt Scotch Whisky

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Wir sind heute auf der beliebten Insel Islay und probieren den kleinen Bruder des beliebten Lagavulin 16 Jahre.

Eine ehemalige Sonderedition

Aus der Brennerei Lagavulin waren lange Zeit nur zwei Abfüllungen im Standardsortiment, der klassische 16 Jährige sowie eine Distillers Edition.

Zum 200-jährigen Jubiläum erschien im Jahr 2016 dieser Lagavulin 8 Jahre als Sonderedition. Wer ein wenig in der Schule aufgepasst hat, kommt damit auf das Gründungsjahr 1816.

Die Nachfrage war so hoch, dass sich die Brennerei entschied, diese Abfüllung in das Kernsortiment aufzunehmen.

Das steckt im Lagavulin 8

Die Flasche kommt mit satten 48 Volumenprozenten, also mit ordentlich Power. Damit dürfte Lagavulin eher den Kenner ansprechen. Ein Whisky mit hohem Alkoholgehalt, jungem Alter und größerem Rauchanteil dürfte eher eingeweihte Whiskyfans ansprechen.

Wie sieht es mit Kühlfiltration aus? Da können wir leider nur schätzen. Dazu gibt es keine offiziellen Angaben, zumindest finden wir keine. Wir nehmen an, dass dieser Whisky nicht kühlgefiltert wurde. Auch schätzen wir, dass kein Farbstoff im Spiel ist.

Wäre das anders, würden auch manche Whiskyenthusiasten dieser Abfüllung den Rücken kehren. Denn diese Zielgruppe mag in der Regel Whiskies, die ungefiltert sind und ohne Farbstoff auftreten. Ansonsten müsste man sich fragen, ob ein so hoher Preis für einen solch jungen Whisky, der nicht authentisch abgefüllt wurde, gerechtfertigt ist?

Auf der Verpackung ist der Hinweis zu finden, dass Farbstoff dabei ist. Hm, was sollen wir nun davon halten?

Wie hoch ist der Rauchanteil?

Lagavulin bezieht den Malz aus Port Ellen und ist damit nicht die einzige Brennerei, die das so macht. Das Malz wird über Torffeuer getrocknet und enthält damit ca. 38 PPM. Während der weiteren Verarbeitung geht dieser Anteil noch ein gutes Stück zurück. Damit dürfte der Whisky keine Rauchbombe wie z. B. der Ardbeg Ten sein, aber dennoch deutlich rauchig.

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