Oban 14 Jahre

Oban 14 Jahre Highland Single Malt Scotch Whisky
Oban 14 Jahre Highland Single Malt Scotch Whisky

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Heute mal wieder einen Klassiker im Glas! Den Oban 14 Jahre muss man einfach probiert haben. Nicht umsonst gehört dieser zu Diageos “Classic Malts of Scotland”.

Ein Küstenwhisky

Die schottische Brennerei Oban ist in den westlichen Highlands beheimatet und liegt direkt an der Küste im gleichnamigen Ort. Durch die Nähe zum Meer gelangen oft maritime Noten in den Whisky. Ob das nun Einbildung ist oder nicht, sei mal dahin gestellt.

Salziges Aroma?

Zu den maritimen Noten gehört u. a. ein salziges Aroma. Richtig, Whisky kann keinen Salz enthalten, da bei der Herstellung kein Salz dazugegeben wird. Außerdem bleiben Salze, die im Wasser vorhanden sind, bei der Destillation zurück.

Wie kommt es dann zum salzigen Geschmack? Dafür wird es keine “richtige” Antwort geben. Die Luft in Meeresnähe ist salzig, weshalb minimale Anteile von Salz in den Whisky gelangen könnte (z. B. über die Fässer, in denen der Whisky gelagert wird). Wir erinnern uns an eine wilde Bootsfahrt im Urlaub. Nach der Fahrt waren unsere Klamotten stark “versalzen”! Die Salzkristalle waren nicht zu übersehen.

Wir haben also keine wissenschaftliche Antwort parat, aber persönliche Erfahrung, dass die Luft in Meeresnähe sehr salzig sein kann.

Das Oban Sortiment

Der Oban 14 Jahre ist aktuell der einzige Whisky dieser Brennerei mit Altersangabe. Wenn man ein bisschen sucht, stoßt man auf einen 18 Jährigen. Dieser ist aber kaum zu bekommen.

Auch die Auswahl an NAS Whiskies ist klein. Angeboten werden hier nur zwei Abfüllungen, und zwar der Oban Little Bay und die Distillers Edition.

Was steckt im Oban 14?

Der Name dieses Whiskys verrät uns schon mal das Alter: Ganze 14 Jahre Reifung. Bei der Herstellung wird ganz leicht getorfte Gerste im einstelligen PPM-Wert verwendet. Somit landet im New Make nur ein ganz kleiner rauchiger Anteil, da bei der Destillation eine gute Portion Rauch verloren geht.

Der Oban 14 Jahre reifte in amerikanischen Bourbon Barrels und spanischen Sherryfässern. Welche Fassart welchen Anteil trägt, wissen wir nicht, denn darüber macht Oban bzw. Diageo keine Angaben. Vermutlich dürfte der Anteil der Bourbonfässer überwiegen.

Dem Puristen dürfte es nicht gefallen, dass auf dem Etikett der Hinweis auf Farbstoff zu finden ist. Auch wird der Whisky mittels Kühlfiltrierung gereinigt. Dafür kommt er aber mit einem leicht erhöhten Alkoholgehalt von 43 Volumenprozenten in die Flasche.

Oban 14 Jahre Highland Single Malt Scotch Whisky
Oban 14 Jahre Highland Single Malt Scotch Whisky

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Stonewood Smokey Monk 3 Jahre

Stonewood Smokey Monk 3 Jahre German Single Malt Whisky
Stonewood Smokey Monk 3 Jahre German Single Malt Whisky

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Unser zweiter Whisky aus der bayerischen Brennerei Schraml: Stonewood Smokey Monk. Wir hatten bereits den Drà probiert, der ziemlich gut weggekommen ist. Unsere Tasting Notes zum Stonewood Drà:

Stonewood Dra Bavarian Single Malt German Whisky

Dort findet ihr auch ein paar Hintergrundinformationen zur Brennerei aus dem Steinwald.

Die rauchige Edition

Der Smokey Monk ist der vierte Whisky der Brennerei und kommt also nach dem Dra. Im Jahr 2013 wurde der “rauchige Affe” zum ersten mal destilliert und eingelagert.

Was steckt in dieser Flasche?

Der Stonewood Smokey Monk ist ein Single Malt Whisky mit einer Reifezeit von drei Jahren. Unser Sample kommt aus einer Flasche, welche 2018 destilliert und 2021 abgefüllt wurde.

Über den Phenolanteil im Malz können wir keine Aussage treffen, da wir keine Infos darüber haben. Wir wissen also nicht, wie stark das Raucharoma dieses Whiskys ist.

Wie eigentlich bei deutschen Whiskys üblich ist auch diese Abfüllung nicht gefärbt und nicht kühlgefiltert.

Auch dieser Whisky stammt aus virgin oak Fässern, also aus frischen Fässern aus amerikanischer Weißeiche (ohne Vorbelegung).

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Stonewood Drà

Stonewood Dra Bavarian Single Malt German Whisky
Stonewood Dra Bavarian Single Malt German Whisky

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Deutscher Whisky ist nicht im Kommen, der ist nämlich schon da. Es gibt soviele Brennereien und Abfüllungen, dass man sie nicht alle kennen kann. Heute kümmern wir uns um den Stonewood Dra.

Die Steinwald Brennerei

Stonewood – The Bavarian Whisky ist eine Marke der deutschen Brennerei Schraml, welche im Steinwald, Bayern gelegen ist. Destilliert wird hier schon seit über 200 Jahren, nämlich seit 1818.

Whisky gibt es hier “erst” seit 2004, genauer genommen Grain Whisky. Zwei Jahre später kam der erste Weizenwhisky auf den Markt, ehe im Jahr 2012 der Single Malt geboren wird. Dieser wird erst natürlich noch eingelagert, denn jedes Destillat muss erstmal erwachsen werden, um sich Single Malt Whisky nennen zu dürfen.

Der Dra

Der Stonewood 1818 war der erste Whisky, den die Brennerei produzierte. Nach der Produktion dieses Single Grain Whiskys kam der Zweite, nämlich der Stonewood Woaz. Wie der Name verlauten lässt, handelt es sich dabei um einen Single Wheat Whisky.

Anschließend kam der Dritte 😉

Was steckt da drin?

In der Flasche stecken fünf Jahre Reifung in stark getoasteten amerikanischen Weißeichenfässern.

Unser Exemplar wurde im Jahr 2016 destilliert und 2021 abgefüllt. Rauchnoten dürfen wir nicht erwarten, denn bei der Produktion wurde kein Torfrauch verwendet.

Ohne Farbstoff und nicht kühlgefiltert zeigt der Stonewood Dra sein wahres Gesicht. Mit dieser Abfüllung bekommen wir 43 Volumenprozente ins Glas.

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St. Kilian Bud Spender The Legend rauchig

St. Kilian Bud Spencer The Legend German Single Malt Whisky - die rauchige Version
St. Kilian Bud Spencer The Legend German Single Malt Whisky – die rauchige Version

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Diesen Whisky müssen wir probieren, denn wir haben bereits die nicht rauchige Version probiert. Heute auf unserem Plan: St. Kilian Bud Spencer The Legend rauchig.

Unsere Notes zur ungetorften Version lest ihr hier:

St. Kilian Bud Spencer The Legend German Single Malt Whisky

Wie viel Rauch ist drin?

Der große Unterschied ist natürlich, dass es sich hier um die rauchige Variante von der Bud Spencer Abfüllung handelt. Das Malz misst dabei einen Phenonanteil von 38 ppm. Damit dürfte der Rauch an der Nase definitiv nicht vorbei gehen.

Gibt es sonst noch Unterschiede?

Der St. Kilian Bud Spencer The Legend rauchig reifte ebenfalls in Ex-Bourbon und Amaronefässer.

Der Whisky setzt sich zusammen aus 310 Liter Rotweinfässern und American Standard Barrels mit Ex-Bourbon Vorbelegung von Jack Daniel’s, Old Forester und Heaven Hill.

Die Unterschiede sind damit im Detail versteckt. Ob das gravierende Auswirkungen am Geschmack hat, entscheidet das Tasting.

Da gibt es aber noch was zu sagen

Auch dieser Whisky wurde von Farbstoff verschont und kommt unfiltriert in die Flaschen. Aber: Abgefüllt wurde dieser Tropfen mit 49 Volumenprozenten. 3 Prozente mehr als der “Vorgänger”.

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St. Kilian Bud Spender The Legend

St. Kilian Bud Spencer The Legend German Single Malt Whisky
St. Kilian Bud Spencer The Legend German Single Malt Whisky

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Zu Buddys Ehren brachte die deutsche Brennerei St. Kilian diese Abfüllung heraus: Bud Spencer The Legend. Den muss man doch einfach probiert haben!

Was ist das für ein Whisky?

Zunächst einmal handelt es sich um einen Single Malt Whisky, der keine Altersangabe trägt. Unser Exemplar wurde im Jahr 2020 abgefüllt (Batch 1).

Auch bei dieser Abfüllung hat St. Kilian auf Farbstoff und Kühlfiltration verzichtet. Der Whisky wurde gänzlich torffrei produziert, der PPM Anteil der Maische beträgt 0. Es wurden auch keine Fässer verwendet, die zuvor rauchigen Whisky enthielten.

Somit haben wir also einen Whisky vor uns, der ganz frei von Rauchnoten ist.

Die Zusammenstellung der Fässer

Schauen wir uns mal die verwendeten Fässer an. 15% des Whiskys tragen Ex-Amaronefässer, die jeweils eine Kapazität von 500, 310 und 225 Liter aufweisen. Die restlichen 85% bestehen aus Ex-Bourbon Quarter Casks mit Garrison Brothers Vorbelegung und ASBs (American Standard Barrel), die vorher Whiskey von Jack Daniel’s enthielten.

Damit wird dieser Whisky von Amarone- und Bourbonfässern geprägt, was eine sehr interessante Fasskombination ist. Einen Amarone nachgereiften Whisky haben wir bereits probiert, und der war echt gut! Hier gehts zu unseren Tasting Notes: Arran Amarone Cask Finish

Mehr zu den unterschiedlichen Fässern findet ihr auf unseren Informationsseiten: Teil 5: Das Fass.

Stark abgefüllt

Der Whisky wurde nicht mit der üblichen Mindestalkoholmenge von 40 Volumenprozenten abgefüllt. Hier sind stolze 46 Prozente gelandet. Damit zwar nicht in Fassstärke, aber die 46% sind eine sehr gute Trinkstärke, damit die Aromen zur Geltung kommen. Was bringt einem sonst ein eigentlich toller Whisky, der aber die Aromen nicht übertragen kann?

Wir müssen aber auch dazu sagen, dass St. Kilian bisher immer ziemlich stark abfüllt. Die Signature Editionen liegen gerne bei über 50%. Wem das zu stark ist, kann Wasser dazugeben, anders herum geht es nun mal nicht.

Bei der Zugabe von Wasser sollte man jedoch sehr vorsichtig sein, denn zu viel Wasser verwässert den Whisky (wer hätte das gedacht!). Der Alkoholgehalt sinkt drastisch ab und die Aromen werden schwach oder verschwinden sogar.

Jetzt aber ran an den Speck! Machen wir uns an die Verkostung des Legendenwhiskys.

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