Die indische Brennerei Paul John brennt nach schottischem Vorbild Whisky an der südwestlichen Küste Goa. Das Klima ist in dieser Gegend deutlich wärmer als auf der britischen Insel, weshalb der Whisky weniger Zeit zum Reifen benötigt.
Der Paul John Brilliance wird mit 46 Volumenprozenten abgefüllt und reifte lediglich in Bourbonfässern. Ohne Farbstoff und ohne Kühlfiltration kommt dieser Single Malt aus. Die Gerste wurde nicht getorft.
Das lässt schon ein wenig über den Whiksy erahnen.
Tomatin 18 Jahre Highland Single Malt Scotch Whisky
Allgemein
Die Tomatin Brennerei hat eine mehr oder weniger wilde Vergangenheit durchlebt. Darunter Insolvenzen, einst die größte schottische Brennerei mit 23 Brennblasen und die Übernahme von Japanern. Produktionsbezogen gehört Tomatin zu den größten Brennereien in Schottland.
Der Tomatin 18 Jahre enthält weder Farbstoff noch wurde er einer Kühlfiltration unterzogen. Nach einer Reifung in Bourbonfässern bekam er ein Finish in First Fill Oloroso Sherryfässern für ca. 2,5 Jahre. Bis zum Jahr 2009 waren es 8 Monate. Mit einem Alkoholgehalt von 46% macht er zumindest auf dem Papier einen sehr guten Eindruck. Unser Exemplar kommt aus einer Flasche mit dem „neuen“ Design aus 2016.
Bowmore Small Batch Islay Single Malt Scotch Whisky
Allgemein
Wie der Name bereits verrät, wurde der Bowmore Small Batch nur in kleinen Chargen abgefüllt. Warum diesen Whisky herausbringen, wenn man für das gleiche Geld die 12 Jährige Standardabfüllung erhält?
Nun, Whiskys ohne Altersangabe war die Reaktion der Destillerien auf die gestiegene Nachfrage nach Single Malts. Schließlich können diese früher verkauft werden. Manche Destillerien lassen sich dafür etwas einfallen. Z. B. werden kleine Fässer abgefüllt, damit der Whisky schneller reift.
Der heutige Whisky reifte in First und Second Fill Bourbonfässern und wurde anschließend zusammengeführt. Abgefüllt wird er mit 40 Volumenprozenten. Bowmore brachte damit im Jahr 2014 eine Sonderauflage auf den Markt, der in „geringen“ Mengen abgefüllt wurde. Small Batches haben für manch Genießer eine besondere Bedeutung, da diese exklusiver sind.
Heute dürfen wir uns wieder einen Dram aus der Insel Islay genehmigen. Wenn wir an diese Insel denken, kommt uns gleich Rauch und Torf in den Sinn. Unser heutiger Whisky ist zwar rauchig, aber ein wenig anders. Mit anders meinen wir einfach, dass er keine Rauchbombe ist: Bowmore 15 Jahre.
Bowmore 15 vs. Darkest
Bei dieser Flasche handelt es sich nicht um den „Bowmore 15 Jahre Darkest“. Unter diesem Beinamen wurde der Whisky vor ein paar Jahren etikettiert. Ob sich bloß das Etikett geändert hat oder aber auch der Whisky? Das werden wir erst nach einem Vergleich herausfinden. Beide Flaschen stehen uns zur Verkostung bereit. Wie es sich herausgestellt hat, müssen wir keinen Vergleich anstellen!
Unterschied im Etikett
Laut offiziellen Angaben hat sich lediglich das Etikett geändert, der Inhalt ist gleich geblieben. Das hat auch der Markenbotschafter für Bowmore in Deutschland bestätigt, leider fehlt uns hierzu die Quelle.
Was steckt in dieser Flasche?
Nichtsdestotrotz probieren wir heute den „Neuen“. Der Bowmore 15 Jahre reifte in Bourbonfässern und bekam danach ein ca. 3-jähriges Finish in Oloroso Sherryfässern. Abgefüllt wurde dieser Whisky mit 43 Volumenprozenten.
Der Penderyn Myth ist ein walisischer Whisky, der in Bourbonfässern gereift ist und mit 41 Volumenprozenten abgefüllt wird. Laut Informationen aus manchen Shops soll dieser Whisky ein Rotwein-Finish durchlebt haben. Dazu konnten wir keine Angaben von Penderyn finden. Auch auf der offiziellen Homepage steht nichts von einem Wein-Finish: