
Allgemein
Welcher ist der meistverkaufte irische Whiskey der Welt? Der Jameson Irish Whiskey. Ok, das war jetzt einfach. Und für alle, die es wissen möchten: Der meistverkaufte Scotch ist Johnnie Walker – natürlich Red Label.
Eine Whiskey-Marke
Tatsächlich ist Jameson keine Brennerei – das war sie aber einmal. Die Old Jameson Distillery wurde 1780 gegründet und existiert heute als Schaubrennerei, die in Dublin besichtigt werden kann.
Gebrannt wird in der Midleton Distillery. Dort entstehen nicht nur Jameson, sondern auch Redbreast, Green Spot und Writers’ Tears, um nur einige zu nennen. Eigentümer ist der französische Spirituosenkonzern Pernod Ricard.
Was steckt in dieser grünen Flasche?
Typisch irisch wurde dieser Whiskey dreifach destilliert und mit 40 % vol abgefüllt. Aufgrund dieser Gegebenheiten gehen wir von einem milden Whiskey aus. Der Blend setzt sich aus Pot Still und Grain Whiskey zusammen.
Gereift ist dieser Jameson in Ex-Bourbon- wie auch in Ex-Sherry-(Oloroso)-Fässern. Der Whiskey trägt keine Altersangabe – naheliegend ist, dass er beim Mindestaltersfenster abgefüllt wurde. Was gibt es sonst noch? Gefärbt, kühlgefiltert und für unter 20 € zu haben.
Fakten zum Whisky
- Distillery / Marke: Jameson (Midleton Distillery)
- Region: Irland
- Alter: NAS Jahre
- Alkoholgehalt: 40 % vol
- Fass / Finish: Ex-Bourbon & Oloroso Sherry
- Abfüllung / Batch: Standard Release
- Preisbereich: unter 20 €
- Besonderheiten: Kühlfiltriert, mit Farbstoff
Optik
Selbst Menschen, die mit Whiskey wenig am Hut haben, kennen diese grüne Flasche. Ob es je einen Designwechsel gab, wissen wir nicht. Die Flasche hat einen Schraubverschluss – in dieser Preisregion sind Korken selten. Zur Farbe des Whiskeys können wir nichts sagen, da Farbstoff enthalten ist.
Nosing
Wie erwartet kommt uns kein starkes Aroma entgegen. Der Whiskey ist zurückhaltend und wirkt sofort zugänglich. Wie bei vielen irischen Whiskeys dieser Preisklasse zeigt sich ein sprittiger Ton – für uns eine Fehlnote, andere stört es womöglich nicht. Dazu helle Früchte und Vanille; die Frucht erinnert an Birne. Außerdem meinen wir, Gebäcknoten zu erkennen.
Geschmack
Das junge Alter ist schmeckbar: eine leichte „metallische Jugend“ mit sprittigem, etwas stechendem Ton. Dennoch kommen Vanille und helle Früchte durch, erneut in Richtung Birne. Im Anschluss wird der Whiskey trockener, mit einer Assoziation zu Sherry. Für manche Genießer sicher ein Easy-Sipper.
Nachklang
Im Abgang zeigt sich eine leichte Schärfe im Hals. Ein sprittiger Unterton bleibt mit dezenten Eichennoten zurück; insgesamt fällt der Nachklang flach und kurz aus. Aber genau diesen Zweck soll der Jameson ja erfüllen: Er soll runter gehen „wie Butter“.
Kommentar
Der Jameson Irish Whiskey ist nicht unsere erste Wahl, das liest man vermutlich heraus. Trotzdem hat die Flasche ihren Platz im Regal – aus gutem Grund. Es ist von Vorteil, einen „Zweckwhiskey“ parat zu haben: nicht zum Zechen, sondern um Gästen, die mit Whiskey wenig Erfahrung haben, etwas Mildes und Unkompliziertes anzubieten. Und wenn ein Hot Toddy oder ein Highball geplant ist, muss es nicht die teure Abfüllung sein. In Longdrinks funktioniert Jameson solide, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Preislich bleibt er meist fair, die Verfügbarkeit ist hoch, und genau das macht ihn praktisch. Fazit: Kein Aha-Erlebnis für Nerds, aber als verlässlicher Allrounder absolut okay.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Herkunft | |
| Sorte | Blend aus Pot Still und Grain Whiskey |
| Alter | NAS Jahre |
| Volumenprozente |
40 %
|
| Abfüller | Original |
| Fasstyp | Ex-Bourbon & Oloroso Sherry |
| Whiskybase ID | 164560 |
| ohne Farbstoff | |
| ohne Kühlfiltrierung | |
| Frucht | |
| Süße | |
| Würze | |
| Sherry / Wein | |
| Rauch | |
| Intensität | |
| Komplexität | |
| Fazit | |
| Punkte |

Ich finds echt toll, dass ihr auch über solche Whiskeys schreibt und nicht einfach nur kurz in einem Nebensatz erwähnt oder so. Top 👍
Diese Drams sind doch zumindest mal eine Probe wert, damit man überhaupt mitreden kann 😊 Bei uns werden alle Drams probiert 😎🥃