Knob Creek Rye

Knob Creek Straight Rye Whiskey
Knob Creek Small Batch Straight Rye Whiskey

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Mit dem Knob Creek Rye wird der bewusste Genießer angesprochen. Kann er tatsächlich mehr als die Marke Jim Beam? Jedenfalls sollte dem Zusatz „Small Batch“ nicht allzu viel Beachtung geschenkt werden, denn dieser Begriff ist nicht geschützt.

Achtung, Roggen!

Wir haben bereits Erfahrungen mit Rye Whiskeys gemacht. Als Single Malt Scotch Trinker waren wir beim ersten Male natürlich ein wenig verblüfft. So etwas hatten wir noch nie im Glas. Anstatt Rye Whiskeys abzulehnen, haben wir uns ein bisschen mehr mit diesen Whiskeys beschäftigt. Und siehe da: Da steckt was dahinter. Rye Whiskeys müssen einen Roggenanteil von mindestens 51% aufweisen. Weitere Informationen zu den einzelnen Sorten haben wir hier verfasst: Whisky Sorten.

Jim Beam

Bei Knob Creek handelt es sich um eine Marke von Jim Beam. Dieser Whiskey wird in dieser Destillerie hergestellt. Neben diversen Jim Beam Abfüllungen und Knob Creek, werden hier weitere Whiskeys hergestellt, wie z. B. Booker’s oder Baker’s. Whiskeys der Marke Knob Creek sind teurer als die Flaschen der Marke Jim Beam (so gibt es auch einen Jim Beam Rye Whiskey). Mit dieser Marke möchte Jim Beam wohl Genießer ansprechen, die ein wenig höher Ansprüche stellen gegenüber Whiskeys aus dem Supermarkt. Das bedeutet gleichzeitig, dass der Whiskey Aromen liefern muss. Alkohol ist der Überträger dieser Aromen, weshalb der Knob Creek Rye mit 50 Volumenprozenten abgefüllt wird. Das ist schon mal gut!

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Octomore Edition 07.2

Octomore Edition 07.2 Islay Single Malt Scotch Whisky
Octomore Edition 07.2 Islay Single Malt Scotch Whisky

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Wir verkosten heute einen ganz besonderen Whisky. Und zwar geht es heute um den Octomore Edition 07.2.

Bruichladdich?

Was haben Bruichladdich, Octomore und Port Charlotte gemeinsam? Sie gehören alle zu Bruichladdich. Während die türkisenen Flaschen von Bruichladdich ungetorfte Whiskys sind, handelt es sich bei den Port Charlotte Flaschen und stark getorfte Whiskys. Und Octomore? Das sind die super stark getorften Whiskys.

208 PPM! PPM?

PPM (phenol parts per million) gibt den Rauchanteil eines Whiskys wieder. Je höher dieser Wert, desto rauchiger. Dabei wird in einem Labor der Phenolanteil gemessen. Phenole werden freigesetzt, wenn Torf verbrannt wird. Wird also beim Darren der Gerste Torf verwendet, erhält der Whisky später einen mehr oder weniger rauchigen Geschmack.

Leicht rauchige Whiskys bewegen sich ca. zwischen 10 und 20 PPM. Bis 40 PPM dürfte der Geschmack deutlich vom Rauch beeinflusst worden sein. Die bekannten, stark rauchigen Whiskys von Ardbeg und Laphroaig liegen bei ca. 50 PPM. Und der heutige Octomore? Sage und schreibe 208 PPM! Damit erwarten wir einen heftige Rauchbombe.

Es kommt natürlich auch darauf an, ob der PPM Wert an der Gerste, dem New Make oder dem finalen Whisky gemessen wird. Beim Octomore wurde der Anteil anhand der Gerste gemessen. Das schraubt die Erwartung ein wenig zurück. Dennoch dürften wir es mit einem stark rauchigen Whisky zu tun haben.

Octomore Edition 07.2

Die aktuelle Version (Stand Sommer 2020) der Octomore Serie liegt bei 10.4. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Versionen im Rauchgehalt, Alter, Fassart und sind nur limitiert verfügbar. Auch der Alkoholgehalt variiert. Unsere Edition 07.2 weist 58,5 Volumenprozente auf und reifte in amerikanischen Bourbonfässern und Rhone Syrah Weinfässern. Nach einer fünf jährigen Reifung wurden beide Malts vermählt. Die Region Rhone ist in Frankreich beheimatet und Syrah (in Amerika bekannt unter dem Namen Shiraz) stellt die verwendete Rebsorte dar.

Wie auch alle anderen Octomores ohne Kühlfiltration und Farbstoff.

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Jura Superstition

Jura Superstition Single Malt Scotch Whisky
Jura Superstition Single Malt Scotch Whisky

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Der heutige Jura Superstition gehörte der Core Range der Inselbrennerei Jura an. Bis es im April 2018 zu einem Relaunch kam. So wurde u. a. der Superstition abgekündigt.

Selten?

Damit dürften auch die Whiskys Jura Prophecy und Jura Diurachs‘ Own 16 Jahre immer seltener zu finden sein, was natürlich dann für einen enormen Preisanstieg sorgt. Wir haben mal nach dem Superstition gesucht (Herbst 2020): Es gibt zwar noch Flaschen von seriösen Händlern, doch diese werden immer weniger. Schließlich braucht es ja auch ein bisschen Zeit, bis der Rollout abgeschlossen und damit der Restbestand verkauft ist. Unsere Flasche haben wir vor einigen Jahren als Geschenk erhalten (waren es 5 Jahre?).

Nicht ganz so Standard

Der Superstition erhält einige Angaben, die manchen Genießern nicht sehr gefallen dürften. Da wäre z. B. die fehlende Altersangabe. Oder der Zusatz von Farbstoff. Ganz zu schweigen von der Kühlfilterung. Doch abgefüllt wird der Whisky mit 43 Volumenprozenten.

Die Reifung fand in Bourbonfässern statt. Einen kleinen Rauchanteil dürfte der Whisky auch haben, da auf der Flasche steht: „Lightly Peated“.

Ein "Bottlekill"
Ein „Bottlekill“ – Jura Superstition

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Talisker Dark Storm

Talisker Dark Storm Single Malt Scotch Whisky
Talisker Dark Storm Single Malt Scotch Whisky

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Der heutige Dram: Talisker Dark Storm. Gab es da nicht auch einen Talisker Storm?

Storm versus Dark Storm

Einen Unterschied muss es ja zwischen diesen beiden Whiskys geben. Ja, denn der Dark Storm reifte ausschließlich in stark ausgebrannten (getoasteten) Eichenfässern. Das soll dafür sorgen, dass die innere Fasswand besonders viel Rauch aufnehmen kann und damit dem Whisky mehr Rauch verleiht, als bei Talisker üblich. Heißt also, dass wir den rauchigsten Talisker vor uns haben müssten.

Duty Free

Abgefüllt wurde diese Flasche für den Duty Free Bereich. Bei dem Preis von ca. 55€ pro Flasche muss man bedenken, dass diese einen ganzen Liter fasst. Heruntergerechnet auf eine Standard 0,7 Liter Flasche hätten wir also einen Preis von ca. 38€.

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Etter Johnett

Etter Johnett Swiss Single Malt Whisky
Etter Johnett Swiss Single Malt Whisky

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Mit was haben wir es denn heute zu tun? Etter Johnett Swiss Single Malt Whisky. Aus dem Namen lässt sich bereits einiges ableiten. Etter ist eine schweizer Fruchtbrand Destillerie seit 1870. Aktuell ist dieser Johnett der einzige Whisky, der von Etter angeboten wird.

Voll regional

Der Etter Johnett basiert komplett auf lokale Zutaten. Sei es die heimische Maische, die von der Brauerei Baar vorbereitet wird, oder das Quellwasser aus dem Höllgroten in Baar, das nur ca. 20 Autominuten von der Destillerie entfernt ist. Die Eichenfässer werden von einem Weingut in Luzern bezogen.

Johnett ohne Jahresangabe

Wie alt unser Whisky ist, wissen wir nicht. Etter bringt immer mal wieder Abfüllungen mit Angaben zum Destillations- und Abfüllungsdatum heraus. Aktuell wird der Johnett 2011 im offiziellen Shop angeboten: Distilled May 2011, bottled June 2019. Acht Jahre Reifezeit also. Um dem Whisky ein Raucharoma zu verleihen, wurden ein paar Fässer verwendet, in denen zuvor schottischer Single Malt aus Islay lagerte. Ob das auch bei unserem Exemplar der Fall ist, werden wir versuchen herauszuschmecken. Er wird jedenfalls mit 44 Volumenprozenten abgefüllt und kommt ohne Kühlfiltration aus. Zum Einsatz kamen Barriquefässer, die in Tropfsteinhöhlen lagerten.

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