
Tamnavulin Tempranillo Cask Edition Speyside Single Malt Scotch Whisky
Allgemein
Endlich mal Rotwein-Finish mit Ansage: Die Tamnavulin Tempranillo Cask Edition setzt nach Bourbonreifung auf Tempranillo-Fässer – fruchtbetonter Speysider mit mildem Auftritt, 40 % vol, klar auf Süffigkeit und Einsteigerfreundlichkeit ausgelegt.
Tamnavulin im Kurzporträt
Tamnavulin ist so etwas wie der stille Leistungsträger der Speyside: 1966 gegründet, lange stark auf Blends fokussiert und heute mit einer zunehmend sichtbaren Core-Range unterwegs. Die Handschrift: sauber, mild, fruchtbetont und preislich alltagstauglich – häufig bei 40 % vol, mit Blick auf breite Trinkbarkeit. Keine Effekthascherei, sondern gefällige, zugängliche Whiskys, die sich unkompliziert einschenken lassen und Einsteiger nicht überfordern.
Tempranillo-Finish – was bringt das?
Tempranillo steht für rote bis dunkle Frucht (Johannisbeere, Brombeere, Pflaume), sanfte Würze und moderates Tannin. Nach einer Bourbonreifung legt das Finish eine saftige „rote“ Schicht über Vanille und Malz: etwas Konfitüre, ein Hauch Traubenschale, minimal Kakao. Ziel ist mehr Farbe und Frucht ohne Bitterkeit. Das Ergebnis bleibt bewusst leicht: fruchtig-süß, kaum adstringent, mit gerade genug Weinimpuls, um dem klassischen Speyside-Profil eine neue Nuance zu geben.
Fakten zum Whisky
- Distillery / Marke: Tamnavulin
- Region: Speyside
- Alter: NAS Jahre
- Alkoholgehalt: 40 % vol
- Fass / Finish: Bourbonfässer, danach Tempranillo-Weinfässer (Finish)
- Abfüllung / Batch: Tempranillo Cask Edition
- Preisbereich: ca. 40–50 €
- Besonderheiten: Gefärbt / Kühlfiltriert
Optik
Goldener Bernstein mit zartem Rotstich – appetitlich und „weinig“ im Look. Feine, schnelle Legs sprechen für leichtes bis mittleres Mundgefühl. Da gefärbt wurde, ist die Tiefe visuell gestützt; fürs Tasting zählt das Glas, nicht der Farbton.
Nosing
Vanille und heller Karamell eröffnen weich, gefolgt von Malz und Getreidekeks. Dann kommt das Finish: schwarze Johannisbeere, Brombeere, ein Tick Pflaume, dahinter rote Apfelschale. Dezent Traubenmost und ein Hauch Kakao runden ab. Kein Alkoholstich, keine Ecken – die Nase bleibt geradlinig, sommerlich und sehr einsteigerfreundlich.
Geschmack
Weicher Auftakt, leichtes bis mittleres Mundgefühl. Süße Vanille und Fudge, rote Frucht (Johannisbeere/Brombeere) und ein kleiner Schwenk Richtung Pflaumenkompott. Malzige Noten treten in der Mitte auf, bleiben aber gezähmt; die Würze ist zurückhaltend (weißer Pfeffer minimal). Insgesamt geradlinig, süffig und auf Trinkfluss getrimmt.
Nachklang
Kurz bis mittellang. Vanille und rote Frucht hallen nach, gefolgt von milder Eiche und einem zarten Kakaoschatten. Kaum Tannin, keine Schärfe, das Finish bleibt glatt und sauber – passend zum milden Gesamtauftritt.
Kommentar
Ein sanfter Feierabend-Dram mit Weinakzent: fruchtig, süß, unkompliziert und null rau. In der Literflasche prädestiniert für gesellige Runden; stilistisch klar auf Einsteiger und „Easy Sipper“ ausgerichtet. Zum regulären Kurs wirkt er ambitioniert, im Angebot deutlich attraktiver. Wer unkomplizierte Rotwein-Noten auf Speyside-Basis mag, bekommt genau das ins Glas – ohne Anspruch auf große Tiefe.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Herkunft | |
| Sorte | Single Malt Scotch Whisky |
| Alter | NAS |
| Volumenprozente |
40 %
|
| Abfüller | Original |
| Fasstyp | Bourbonfässer, Tempranillo-Weinfässer (Finish) |
| Whiskybase ID | 124532 |
| ohne Farbstoff | |
| ohne Kühlfiltrierung | |
| Frucht | |
| Süße | |
| Würze | |
| Sherry / Wein | |
| Rauch | |
| Intensität | |
| Komplexität | |
| Fazit | |
| Punkte |
