Mackinlay’s Shackleton

Shackleton Highland Blended Malt Scotch Whisky
Shackleton Highland Blended Malt Scotch Whisky

Allgemein

Schaut man sich das Etikett an, liest man “British Antarctic Expedition”. Gibt es etwa eine Brennerei in der Antarktis? Oder was steckt hinter diesem Whisky?

Ernest Shackleton

Im Jahr 2006 fand man in Ross Island, Antarktis, einige Kisten voll mit Whisky, welche in Eis gefroren waren.

Ernest Shackleton war es, der diesen Vorrat während seiner Nimrod Expedition im Jahr 1907 unter einer Hütte zurückließ. Namensgeber dieser Expedition war das Schiff mit dem Ziel, den Südpol zu erreichen. Shackleton und sein Team konnten den Mount Erebus erreichen, den höchsten Vulkan der Ross Islands. Doch vor Erreichen des eigentlichen Ziels mussten sie den Rückzug antreten, da Ausrüstung und Proviant nicht mehr ausreichten. In einer Hütte wurden nicht mehr benötigte Gegenstände zurückgelassen – unter anderem elf Whiskyflaschen von Mackinlay.

Richard Paterson und Whyte and Mackay

Whyte and Mackay (schottischer Spirituosenhändler) ließ den 100 Jahre gefrorenen Whisky in einem Labor prüfen, um die Zusammensetzung feststellen zu können. Richard Paterson, auch genannt “The Nose”, machte sich dann an die Arbeit und versuchte, den Whisky nachzubilden.

Glen Mhor

Mackinlay war eine Marke der Brennerei Glen Mhor (inzwischen aufgekauft von Whyte and Mackay). Diese in Iverness gelegene Destillerie ist bereits seit mehreren Jahrzehnten geschlossen. So ist im Original Whisky der Brennerei Glen Mhor enthalten.

Dritte Auflage

Wir verkosten heute den Mackinlay’s Shackleton, welcher bereits die dritte Replik ist. Die beiden vorigen waren limitierter und deutlich teurer. So kann davon ausgegangen werden, dass diese Abfüllung kein Glen Mhor Whisky enthält. Nun aber genug. Ran ans Glas! Mit 40 Volumenprozenten wurde dieser Whisky abgefüllt.

Optik

Das Etikett der Flasche ist entsprechend in kalten Farben gestaltet. Der Boden besteht sogar aus bläulichem Glas. Schön gemacht! Der goldfarbene Whisky enthält Farbstoff.

Nosing

Anfangs viel Malz. Hat sogar was von einer Mash Tun. Das ist der riesige Holzbottich, der die Maische enthält und damit ein essentieller Schritt in der Whiskyproduktion. Das Aroma kommt uns noch ein wenig unreif und unangenehm vor, mal abwarten. Wir haben außerdem minimal Rauch in der Nase, mit einem erdigen Charakter.

Abwarten ist das Zauberwort, denn nach einer Weile wird er besser. Ein wenig Frische kommt hinzu. Dazu verbranntes Karamell mit reifen Äpfeln. Geht sogar in die Richtung Bratapfel. Ein minimaler Touch von exotischen Früchten kommt hervor. Die malzige Note ist weiterhin vorhanden.

Geschmack

Weich im Geschmack, aber auch ein bisschen pfeffrig. Die “Mash Tun” ist noch ein wenig vorhanden. Vanille kommt dazu mit Mandarinen.

Wir schmecken außerdem Honig raus. Von den exotischen Früchten meldet sich die Ananas. Malzig bis zum Schluss.

Abgang

Der Nachklang erweist sich als relativ kurz. Weiterhin weich mit einer angenehmen Karamellnote. Die Zunge wird dann jedoch nochmal gut gepfeffert, sodass die Zunge ein wenig prickelt.

Shackleton Highland Blended Malt Scotch Whisky
Shackleton Highland Blended Malt Scotch Whisky

Kommentar

Ein guter Whisky zum “Trinken”. Wir haben diese Flasche in einer größeren Runde geöffnet. Zusammen mit der Geschichte dieser Flasche kam der Whisky gut an. Am Ende hat der Whisky doch nur ein Ziel: Freude bereiten. Und das hat er geschafft. Schließlich geht es bei diesem Whisky nicht darum, den Besten herzustellen, sondern um die Nachbildung des Original.

Eigenschaft Wert
Herkunft Schottland
Sorte Blended Malt
Alter NAS
Volumenprozente
40
ohne Farbstoff
ohne Kühlfiltrierung
Frucht
Süße
Würze
Maritim
Sherry / Wein
Rauch
Intensität
Komplexität
Bewertung

Zusammenfassung auf YouTube

Erscheint demnächst.

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