Bruichladdich The Laddie Sixteen Islay Single Malt Scotch Whisky
Allgemein
The Laddie Sixteen von Bruichladdich ist ausverkauft und nicht mehr leicht zu finden.
Die aktuelle Core Range der Laddies
Wir schreiben beim Verfassen dieses Beitrags das Jahr 2020. Leider sind nicht mehr viele Laddies übrig. Aktuell bietet Bruichladdich nur den Classic Laddie und den Laddie Eight (Travel Retail exklusiv!) an. Noch ist in diversen Shops der Laddie Ten zu finden, doch auch diese dürften in näherer Zukunft ausverkauft sein.
Die Laddies gehören dabei zu den ungetorften Whiskys von Bruichladdich. Die unter dem Namen Port Charlotte und Octomore vertriebenen Flaschen zählen zur Kategorie rauchige Whiskys.
The Balvenie 17 Jahre Double Wood Single Malt Scotch Whisky
Allgemein
Heute auf unserem Fass: Der große Bruder des Balvenie 12 Jahre Double Wood. Wie man sieht, heute draußen, denn das Wetter lädt zu einem Outdoor-Tasting ein!
Doppelte Reifung
Der Balvenie 17 Jahre Double Wood setzt auf die gleiche Rezeptur, jedoch mit fünf Jahren mehr Reifezeit.
Somit erfolgt auch bei dieser Abfüllung die erste Reifung in amerikanischen Bourbon-, die Zweite in europäischen Sherryfässern. Das erkennt man auch sofort, wenn man sich die Tube dieser Flasche genauer ansieht. Den größten Teil der Reifezeit verbrachte das Destillat in den Bourbonfässern.
Für den erfahrenen Genießer
Während der 12 Jährige den Einstieg in die Brennerei bietet, ist der 17 Jährige eher für den erfahrenen Genießer gedacht. So kommt diese Abfüllung auch mit drei Volumenprozenten mehr in die Flasche. Durch den leicht erhöhten Alkoholgehalt dürften mehr Aromen durchkommen, denn schließlich ist Alkohol der Überträger der Aromen. Ist zu viel Alkohol enthalten, könnte sich eine Schärfe zeigen, welche bestimmte Aromen verdeckt und den Gesamteindruck zerstört. In solchen Fällen sollte mit Wasser gepanscht werden.
Qualität und Preis
Mit ca. 100€ für eine Flasche kann man durchaus von einem stolzen Preis reden. Doch stimmt die Qualität? Die Whiskys von Balvenie sind zu den gleichaltrigen Kontrahenten in der Regel teurer, bieten aber Güte und Tiefgang (was natürlich nicht bedeutet, dass die Konkurrenz Whiskys minderer Qualität anbietet). Lasst es uns herausfinden!
Update Mitte 2021: Leider wurde diese Abfüllung eingestellt. Damit wird diese Flasche zu den Seltenen gehören, was eigentlich immer ein Preisanstieg bedeutet.
Schaut man sich das Etikett an, liest man „British Antarctic Expedition“. Gibt es etwa eine Brennerei in der Antarktis? Oder was steckt hinter diesem Whisky?
Ernest Shackleton
Im Jahr 2006 fand man in Ross Island, Antarktis, einige Kisten voll mit Whisky, welche in Eis gefroren waren.
Ernest Shackleton war es, der diesen Vorrat während seiner Nimrod Expedition im Jahr 1907 unter einer Hütte zurückließ. Namensgeber dieser Expedition war das Schiff mit dem Ziel, den Südpol zu erreichen. Shackleton und sein Team konnten den Mount Erebus erreichen, den höchsten Vulkan der Ross Islands. Doch vor Erreichen des eigentlichen Ziels mussten sie den Rückzug antreten, da Ausrüstung und Proviant nicht mehr ausreichten. In einer Hütte wurden nicht mehr benötigte Gegenstände zurückgelassen – unter anderem elf Whiskyflaschen von Mackinlay.
Richard Paterson und Whyte and Mackay
Whyte and Mackay (schottischer Spirituosenhändler) ließ den 100 Jahre gefrorenen Whisky in einem Labor prüfen, um die Zusammensetzung feststellen zu können. Richard Paterson, auch genannt „The Nose“, machte sich dann an die Arbeit und versuchte, den Whisky nachzubilden.
Glen Mhor
Mackinlay war eine Marke der Brennerei Glen Mhor (inzwischen aufgekauft von Whyte and Mackay). Diese in Iverness gelegene Destillerie ist bereits seit mehreren Jahrzehnten geschlossen. So ist im Original Whisky der Brennerei Glen Mhor enthalten.
Dritte Auflage
Wir verkosten heute den Mackinlay’s Shackleton, welcher bereits die dritte Replik ist. Die beiden vorigen waren limitierter und deutlich teurer. So kann davon ausgegangen werden, dass diese Abfüllung kein Glen Mhor Whisky enthält. Nun aber genug. Ran ans Glas! Mit 40 Volumenprozenten wurde dieser Whisky abgefüllt.
Der Glenfiddich IPA ist eine Abfüllung der experimentiellen Serie. Dafür hat die Brennerei mit einem Craft Beer Brauer aus der Speyside zusammengearbeitet. Dabei entstand ein Craft Beer, dessen Fässer nach dem Brauprozess für die Nachreifung dieses Single Malts verantwortlich sind.
Bei diesem Projekt wurden drei Biere unterschiedlicher Stärke gebraut. Der Sieger war die goldene Mitte, das Bier Nummer 2, ein eher traditionelles IPA (Indian Pale Ale). Somit bekam dieser Single Malt ein Finish in IPA Fässern.
Wenn man die Dose des Glenfiddich IPA genauer betrachtet, findet man den Hinweis, mit Eis und ein wenig Blutorangensaft zu experimentieren. Was bedeutet das für den Whisky Genießer? Wir denken da nicht länger drüber nach. Unsere Drams berühren keine Eiswürfel. Und da wird auch nichts dazugemischt!
Abgefüllt wurde dieser Experiment-Whisky mit 43 Volumenprozenten.
Wir probieren heute einen Blended Irish Whiskey, der ein Finish in Portweinfässern bekam: Clonakilty Port Cask Finish.
Die Clonakilty Destillerie
Die Clonakilty Brennerei befindet sich im Süden Irlands, welche im März 2019 in Betrieb ging. Wir schreiben beim Verfassen dieser Besprechung das Jahr 2020.. Genau, das Destillat wurde nicht in dieser neuen Brennerei hergestellt. Den „eigenen“ Whiskey der Clonakilty Brennerei dürften wir erst frühstens ab 2022 genießen, weshalb es vorerst nur unabhängige Abfüllungen gibt. Bis dahin begnügen wir uns mit diesem Blend. So ganz nebenbei: Ein Blend sagt noch lange nichts über die Qualität und den Geschmack des Whiskeys aus. So kann ein Blend auch mal besser als ein Single Malt schmecken.
Ein besonderer Blend
Dieser Blend besteht aus Whiskeys, die zuvor 7 – 10 Jahre in Bourbonfässern gereift sind. Dabei handelt es sich um Single Malt und Single Grain Whiskeys. Anschließend bekam der Blend ein Finish in Portweinfässern. Der Inhalt einer Flasche stammt aus einem Portfass, sodass man ihn „Blended Single Cask“ nennen könnte. Mit 43,6 Volumenprozenten kommt er in die Flaschen. Typisch irisch wurde der enthaltene Single Malt dreifach destilliert. Auf eine Kühlfilterung und Farbstoff wurde verzichtet. Somit haben wir einen authentischen Whiskey vor uns, der auf dem Papier schon mal einen guten Eindruck macht.